(in Planung)
Repeating History

Das dreiteilige Theaterprojekt "Repeating History" fragt nach den Techniken des Schreibens von Geschichte. Der offiziellen wie der biographischen, der essayistischen, der ästhetischen. Als Korrektiv (Repeating History I: "Korrektur der Front"), als zeitgenössische Rhetorik (Repeating History II: "Das goldene Ich"), als Erinnerungsarbeit (Repeating History III: "Mutmaßungen über Jakob"). Fiktion kittet dabei reale Widersprüche, wie sie das Mittel zu derer Entfaltung sein kann.

"Repeating History" inszeniert fiktionale Szenen von Entscheidungen, um der durchgesetzten Geschichte andere Optionen abzugewinnen. Macht im Spiel Wiederholungsmomente kenntlich, um gegen deren wiederholte Wirkungen zu impfen. Spielt mit Wiederholungsstrukturen, um an ihnen Veränderungen abzulesen und freizusetzen. Wenn sich Geschichte wiederholt, leben wir in mythischen Strukturen. Nur neue Formen der Erzählung sind Auswege aus diesen.

Das Raumkonzept schließt an die antike Agora an, die Theater und meinungsbildende und gesetzentscheidende Versammlungen an einem Ort vereinte. Ein utopischer Ort zur Versammlung urbaner Schwestern und Brüder. Ein Ort, der gesellschaftlich relevante Erzählungen im Verhältnis von kritischer Sprache und Spiel aufgreift. Ein Raum, der Öffentlichkeit schafft.

Er bedarf der Fakten. Er bedarf einer Rede, die die Geschichte zeitgleich mit ihren Möglichkeiten und der Phantasie für ihre Zukunftsformen entwickelt. Er bedarf des Wagnisses, nach dem Status Quo zu fragen.

Korrektur der Front

ein Interviewprojekt zu "Harekate Yolo", der ersten Militäroffensive unter deutschem Kommando seit dem
Zweiten Weltkrieg

Das goldene Ich

ein interaktives Biopic frei nach dem Dokumentarfilm
"The Century of the Self"

Mutmaßungen über Jakob

eine polyphone Bühneninstallation nach Uwe Johnsons Roman